#Medienpartner:
mitte
lila
gfamilie
zwerenz
kult
michaelaroeder

zu kpfw

Beim Dirndl geht's drunter und drüber!

Samtherz-Designerin Monika Strobl-Klein im Schwänchen-Talk

Die neue Samtherz-Hingucker-Kollektion
Fotos: Daniel Biskup & Sharon Bruck für Samtherz Fotos: Daniel Biskup & Sharon Bruck für Samtherz Fotos: Daniel Biskup & Sharon Bruck für Samtherz Fotos: Daniel Biskup & Sharon Bruck für Samtherz Fotos: Daniel Biskup & Sharon Bruck für Samtherz Fotos: Daniel Biskup & Sharon Bruck für Samtherz Fotos: Daniel Biskup & Sharon Bruck für Samtherz Fotos: Daniel Biskup & Sharon Bruck für Samtherz

          Fotos: Daniel Biskup & Sharon Bruck

Hallo Frau Strobl-Klein, wunderschön, Ihre neue Kollektion! Was hat Sie dazu inspiriert?

sm Busserl für die Dirndl- und Fashion-Designerin, Foto: Klaus Weißenberg

Monika Strobl-Klein: Die Natur und Menschen mit Humor, das war dieses Jahr für mich die Inspirationsquelle; es ist herrlich morgens Früh in den Bergen – und das noch teilen mit Menschen, die man mag... das ist Glück für mich; und gleich dazu fällt mir dann das "Gletscher Roserl" ein, oder die "Jäger Liebe". Smilt. Der Trend beim Dirnd geht hin zu satten und kräftigen Farben, aber reduziertem Style. Das Dirndl ist ein Lebensgefühl, das man nicht jedes Jahr wie ein Shirt austauscht. Lieber mal eine neue Schürze und eine andere Bluse dazu kombinieren; und je schlichter das Dirndlkleid daher kommt umso besser kann ich es variieren. Ganz stark kommen Mieder und Spencer mit Schoßerl, also der klassische 3-Teiler wo ich den Spencer auch mal zur Jeans tragen kann.

Ein "richtiges" Dirndl – wie sieht das für Sie aus?

Monika Strobl-Klein: Es gibt kein richtig und falsch, eher passend und unpassend, dazu ist der Anlass wichtig und natürlich die Frau, die das Dirndl trägt ... Carmen-Ausschnitte bei jungen Mädchen zu schlichten Dirndl kokett und frech, dazu barfuß; so bin ich als Dirndl auch über d‘ Wiesn grennt, wenn i so schnell war, dass ois grutscht is… es muss einfach immer zur Art und zum Temperament der Trägerin passen. Bin ich eher die zurückhaltend Ruhige, dann passt vielleicht eher ein klassisches weißes Baumwollbluserl. Aus dem Grund gibt es übrigens bei Samtherz auch so viele unterschiedliche Dirndlmodelle.

sm Bürgermeister-Gattin Natalie Schmid in einem Samtherz-Dirndl "Gletscher-Rosal" im Augustiner Keller, Foto: Klaus Weißenberg

Sie selbst sind ja seit Ihrer Kindheit Dirndl-Fan.

Monika Strobl-Klein: Ich hab das Glück gehabt, die Sommerferien immer bei meiner Großtante, der letzten Sennerin in Rottach, auf der Alm verbracht haben zu dürfen. Da gab‘s bloß Dirndl, dann war ich viel im Ausland, um Karriere zu machen, bin wieder zurück in die Heimat und hab dann alle die Schätze wiedergefunden, oder besser gesagt, dieses Mal realisiert, dass es richtige Schätze sind.

Klingt, als sehen Sie sich auch als Förderin der bayerischen Kultur?

Monika Strobl-Klein: Ja sicher, speziell die bayerische Lebensart und das bayerische Handwerk. Wir sind auch Kooperationspartner vom Bayern-Tourismus, die sich den Erhalt und die Pflege der echten bayerischen Kultur auf die Fahne geschrieben haben. Wir haben jetzt gerade vor ein par Tagen Diana Iljine (Geschäftsführerin Filmfest München) mit Dirndl und Natalie Schmid (Frau von Bürgermeister Josef Schmid) zur Gala-Veranstaltung mit dem "kleinen Schwarzen" ausgestattet, Cocktail- und Abendmode gibt es ja auch von Samtherz. Das Filmfest München, auch ein Stück bayerische Kultur, dieses mal ganz modern … aber genau das ist ja das Spannende! Verwurzelt in der bayerischen Tradition, aber beflügelt vom Zeitgeist zu sein. So wie es übrigens auch die Redaktion des GEO München Magazins gesehen hat, als sie Samtherz auf die Titelseite gebracht haben.

Nun mal zu den Dirndl-Accessoires.

Monika Strobl-Klein: Noch wichtiger wäre zuallererst das richtige Drunter. Lacht. Dass zum Beispiel die Pants unbedingt taillenhoch sein müssen, dann muss der BH eine seitliche! Stütze haben, erst das macht den Oberkörper schmal und die Büste zum absoluten Blickfang. Dann gehört ein Petticoat unter jedes Dirndl. Je nach Dirndlmodell kann er von schlichter Baumwolle bis hin zu opulenter Seide mit Rüschen sein. Das Strumpfband nicht vergessen - auch wenn man keine Strümpfe trägt. Ist ein modernes Accessoire für die traditionellen langen gerüschten Unterhosen. Erst dann kommen die Accessoires "auf ersten Blick". Dazu gehört unbedingt das passende Täschchen, Pompons sind gefragt, die man sich auch ans Schürzenband binden kann. Bauchgurt-Taschen sind allerdings ein absoulutes No-Go! Das darf nur eine Wiensbedienung. Nach wie vor sind Blumen – und dieses Jahr noch größer als letztes, oder kleine feine Hütchen gefragt... große Strohhüte mit bunten Bänder sind zwar sehr schön, eignen sich aber nur fürs romantische Picknick an der Isar.  

sm Schwänchen's eMag Chefredakteurin Daniela Schwan im türkisfarbenen Dirndl "Löwenmäulchen", Foto: Klaus Weißenberg

Wie kleidet sich der Begleiter einer Lady in Samtherz in diesem Jahr?

Monika Strobl-Klein: Der Trend geht auch hier zur Maßanfertigung. Das Hemd, oft nur ein unwichtiges Beiwerk zur Lederhosn wird immer mehr zum Mittelpunkt. Man(n) entdeckt gerade auch sein samtenes Herz, lässt wieder Maß nehmen und fertigen. Am liebsten verarbeiten wir dazu 100 Jahre altes Leinen und sticken die Initialen ein. Dazu abgestimmt das passende Samtwesterl, das in den Eingrifftaschen denselben Beleg hat, wie die Verarbeitung am Hemdärmel. Diese Raffinesse ist etwas für Kenner und Könner, die das Besondere lieben.  

Wer sind Ihre Kunden?

Monika Strobl-Klein: Viele Prominente, wie zum Beispiel Robert Lewandowski, der ein Dirndl für seine Frau bestellt hat, oder eine arabische Prinzessin, die mit ihrem gesamten Hofstaat das Atelier tagelang bespielt hat, bis hin zur Auszubildenden aus der Bäckereifachschule bei uns am Ort. Sie heiratet und hat zwei Jahre gespart auf ihr Samtherz Dirndl. Oder natürlich auch LODENFREY, und das schon seit fast zehn Jahren.  

Samtherz steht also für perfekte Passform und auch für Wohlfühlen.

Monika Strobl-Klein: Wenn Sie unsere bequemen Mieder einmal angehabt haben, dann wollen Sie das Dirndl gar nicht mehr ausziehen. Sie spüren es einfach nicht, es ist wie auf die Haut gemalt, und genauso sitzt es auch – in unseren Dirndl soll man essen, lachen und singen können ohne Reue, und das ist unser Konzept, das bequeme Dirndl High Fashion. Dazu noch eine echte und ehrliche Herstellung von unseren Mitarbeiterinnen, die ihr Schneiderhandwerk meisterlich beherrschen. Wenn man sich einmal so ein Traum-Dirndl hat machen lassen, dann ist der Champagner im Atelier, die Anprobe, das Couture-Kleid, was ein gefertigtes Dirndl ja ist, einfach ein Erlebnis. Und der Beginn von vielen solchen schönen Momenten in diesem Dirndl ...

 

Interview: Daniela Schwan