Natascha Ochsenknecht: Grenzen noch nicht erreicht

Natascha Ochsenknecht ist Ex-Model, Reality-Show-Kandidatin, Designerin und Autorin Foto: copyright: Natascha Ochsenknecht

Ihr neues Kinderbuch "Perlinchen" erzählt die Geschichte ihrer Familie, Foto: Klaus Weißenberg

Gleichaltrige oder ältere Männer kommen aber oftmals mit einer starken Frau nicht zurecht.

Natascha Ochsenknecht: Gute Männer schon, die wollen eine Frau auf Augenhöhe, eine, die ihnen ein liebevolles Zuhause bietet, mit der sie reden können und gemeinsame Interesse haben. Aber wie gesagt, ich suche nicht und denke auch nicht darüber nach. Eines Tages wird er vor mir stehen, und der liebe Gott wird entscheiden, ob er jünger, gleich alt oder älter ist (Lacht).

... und er muss aushalten, dass Du "frei Schnauze" redest.

Natascha Ochsenknecht: Es ist so: Ich vertrete meine Meinung, aber niemals unterhalb der Gürtellinie. Es kommt darauf an, wie man es verpackt. Bei manchen Menschen packe ich eine Seidenschleife darum - bei den meisten bin ich aber direkt. Viele Menschen passen sich zu sehr an, weil sie Angst haben anzuecken oder blöd dazustehen, zum Beispiel im Job. Das Problem habe ich nicht, ich stehe ja für mich selbst und hab' keinen Boss.

Warst Du denn schon immer so selbstbewusst?

Natascha Ochsenknecht: Ich hab' immer mein Ding durchgezogen, das habe ich von meinen Eltern gelernt, die mich darin bestärkt haben. Wichtig ist, mit sich selbst im Reinen zu sein und dass deine Familie hinter dir steht. Andererseits sollten sie auch die stärksten Kritiker sein, wie es bei mir der Fall war, und ehrlich und realistisch sein, was die Talente betrifft. Was nützt es, wenn die Eltern einen zum Star drillen wollen, wie es oft bei DSDS erzählt wird, und man nicht singen kann? Ich würde nicht wollen, dass mein Kind ins offene Messer läuft …

... was ja nicht passiert ist: Alle drei starten durch. Wilson Gonzalez und Jimi Blue sind Schauspieler und Sänger, Cheyenne Savannah arbeitet als Model, lief unter anderem für die Berliner Fashion Week.

Natascha Ochsenknecht: Da habe ich mich nicht eingemischt und sie machen lassen, was sie wollen. Hauptsache, es kommt von Herzen und macht sie glücklich, und sie wissen, was sie können. Cheyenne arbeitet inzwischen bei Agenturen in L.A., Lissabon, London, Paris und Mailand, da besuche ich sie manchmal bei den Shootings, und zu Jimi bin ich auch nach Köln zu ‚Let´s Dance', geflogen. Wir besprechen natürlich alle unsere Projekte gemeinsam. Heutzutage wollen viele Kinder schnell berühmt werden und nichts dafür tun, sei es durch DSDS oder Germany's Next Topmodel. Die Kunst aber besteht darin, sich eine Karriere aufzubauen und sie über Jahrzehnte hinweg zu halten.

Du hast ja selbst mit 21 angefangen, als Profi-Model zu arbeiten. Was hat sich seitdem in der Branche geändert?

Natascha Ochsenknecht: Früher waren mehr Freundschaften zwischen den Models, es gab Teamwork und nicht dieses Wegbeißen. Die Konkurrenz ist größer geworden und alles sehr unnahbar untereinander geworden. Die Mädels tauschen sich nicht mehr aus, sondern jede zieht ihr Ding durch, ist nur am Handy, macht Selfies. Was bin ich froh, dass ich ohne Handy groß geworden bin! Heute sage ich: alles mit Maßen! Wenn wir bei uns zu Hause essen, wird meist das Handy ausgemacht und auf die Küchenanrichte gelegt.

Haben Deine Kinder noch Kontakt zu ihren Vater Uwe Ochsenknecht?

Natascha Ochsenknecht: Na ja, den gab es immer. Für mich ist das aber kein Thema mehr nach neun Jahren. Manchmal begegnen wir uns bei Events, aber eher selten, that's it.

Welche Werte hast Du Deinen Kids mit auf den Weg gegeben?

Natascha Ochsenknecht: Vor allem ihr Selbstbewusstsein zu stärken, ihnen was zutrauen, damit sie sich entwickeln können. Viele Mütter sind überängstlich, wollen sie vor allem beschützen und wissen alles besser. Das versuche ich auch in meinem "Perlinchen-Buch" zu vermitteln. Es ist zwar für Kinder ab vier Jahren geeignet, aber auch für Erwachsene. Und was ich mir allgemein wünschen würde, ist, dass sie mal in sich gehen, bevor sie andere kritisieren. Besonders in den sozialen Netzwerken sind viele ganz schnell dabei, etwas zu schreiben, was sie einem persönlich nie sagen würden. Gott sei Dank bin ich von Shitstorms vorschont geblieben. Es gab mal ein paar, die böse kommentiert haben, das habe ich mich Humor genommen. Mir schreiben auch ganz viele und stellen Fragen, für die bin ich eine Art Ratschlag-Mutti.

Die Mutterrolle hast Du quasi ja auch im Promi-Big-Brother und im Januar im Dschungelcamp übernommen. Wie waren Deine Erfahrungen in diesen Ausnahme-Situationen?

Natascha Ochsenknecht: Ich würde es immer wieder machen, das sind Erfahrungen, die dich an deine Grenzen bringen: mit fremden Menschen auf engstem Raum, wenig zu essen, es ist heiß und kalt, man schläft am Fußboden und steht ständig unter Beobachtung. Wenn man da bestehen kann, kann man sehr viel Gutes für sich rausziehen. Im Gegensatz zu den anderen habe ich auch keinen Psychologen in Anspruch genommen. Mir ging es wunderbar, ich habe danach erst einmal mein Auto abgeschafft, weil mir klar wurde, das brauche ich gar nicht, ist überflüssig. Für mich war es ein Abenteuer, eine Supererfahrung, um mich selbst besser kennenzulernen und zu gucken: komm ich da komplett an meine Grenzen? Außerdem wird es super bezahlt, und ich hab' nette Leute kennengelernt. Jedenfalls: ich hab meine Grenzen noch lange nicht erreicht, da geht noch was! Eine Steigerung wäre es, nochmals in den Dschungel zu gehen und ein bisschen länger im Team zu bleiben. Ich habe ja auch eine Gruppe bei WhatsApp gegründet, "Rote Hosen", da schreiben wir uns noch täglich.

Gibt es weitere Nachwirkungen aus dem Dschungel?

Natascha Ochsenknecht: Ich hab' sechs Kilo abgenommen! Aber ob Sie glauben oder nicht: als ich zurückkam, habe ich mir erst einmal eine Bohnensuppe gemacht, um das Essenstrauma vom Dschungel zu bekämpfen. Dort gab's ja täglich 90 Gramm Bohnen. Inzwischen mag ich die gerne, weiße Bohnen, Zitrone und Chili, das ist auch ganz gut für die Figur (Lacht).

Interview: Daniela Schwan


Robbie is calling …

(6.7.2017)

  • Frisch gestylt zur Marc O'Polo VIP-Party: Robbie und Ayda Williams
  • 1800 hochkarätige Gäste feierten den 50. Geburtstag von Marc O'Polo in der Firmenzentrale bei Rosenheim
  • Fulminate Fashion-Show by Marc O'Polo
  • Marc-O'Polo-Inhaber Werner Böck, Ehefrau Elfi mit Schauspieler Mads Mikkelsen ("Casino Royale") & Frau Hanne Jacobsen
  • Die Schauspielerinnen Marie Bäumer & Nicolette Krebitz (dressed in "Marc O'Polo")
  • Star-Kicker unter sich: Javier Martinez, Claudio Pizarro & Johannes Mösmang
  • Die international erfolgreichen Schauspieler Alicia von Rittberg, Tom Wlaschiha & Stephan Luca
  • "Bergdoktor" Hans Sigl mit Ehefrau Susanne & Tochter Joana
  • Gern gesehene Gäste: Constantin-Film-Geschäftsführer Oliver Berben & Ehefrau Katrin
  • Eeeendlich mal sitzen: Auch TV-Moderator & Autor Markus Kavka begleitete Mr. & Mrs. Williams den ganzen Tag
  • Robbie in town! 300 Fans & Schauslustige tummelten sich vor den Fünf Höfen, Foto: Klaus Weißenberg
  • Robbie Williams & Ehefrau Ayda posen werbewirksam vor den Kameras, Foto: Klaus Weißenberg
  • Uhhhh, da guckt aber einer kritisch! Foto: Klaus Weißenberg
  • Schaufenster-Enthüllung beim Marc O'Polo Flagshipstore (Photo by Gisela Schober/Getty Images for Marc O'Polo)
  • Beim Launch der Sweatshirt Edition München stellte das Promi-Paar auch gleich Berner Sennenhund "Mr. Showbiz" vor (Photo by Gisela Schober/Getty Images for Marc O'Polo)
  • "Knutsch! Robbie & Ayda sind ja soooo verliebt, Foto: Klaus Weißenberg
  • Ayda: "Und winken, Darling! ", Foto: Klaus Weißenberg
  • Die Neu-Designer Ayda und Robbie Williams vor dem Marc O'Polo Store, Foto: Klaus Weißenberg
  • Bei über 30 Grad im dicken Sweatshirt - kein Wunder, dass Robbie ein bisserl gequält dreinschaut!, Foto: Klaus Weißenberg
  • Men in pink, sexy or not? (Foto: Peter Lindberg/Kampagne "Marc O'Polo Capsule Collection")

Für einen Superstar nimmt man ja viel in Kauf. Stundenlanges Warten unter sengender Sonne, verbrannte Arme und Schultern (autsch!), endloses Gedränge und Geschubse um die besten Plätze, ausgetrocknete Kehle, angeschwollene Füße in hochhackigen Schuhen, schlechtgelaunte Bodyguards... Und warum das alles, warum?
Am Donnerstag präsentierte der britische Sänger Robbie Williams seine selbstdesignten (!) Sweatshirts "Marc O'Polo Capsule Collection" im Marc O'Polo Flagshipstore in den Fünf Höfen. Anlässlich des 50. Geburtstags des schwedischen Labels. Die Signature-Hoodies – erinnern irgendwie an Robbie's Tattoos – gibt’s in Weiß, Grau und Rosa, übrigens DIE Trendfarbe für sexy Männer schlechthin. Findet zumindest Robbie's Ehefrau Ayda. Auch sie durfte fleißig mitentwerfen. Und sich beim Enthüllen des Shop-Schaufensters fotogen mit ihrem Liebsten und Berner Sennenhund "Mr. Showbiz" in Pose werfen. Ups, dafür gab’s dann keine Autogramme, auch keine gemeinsamen Selfies oder gar ein kurzer Händedruck, wie es die Premium-Fans sonst von ihren Stars gewohnt sind... und Robbie es zu seinen besten Zeiten so gern zelebrierte?


Am Abend ging die Show um Robbie und Ayda dann in der Marco O'Polo Firmenzentrale in Stephanskirchen bei Rosenheim weiter. Hier tummeln sich beim Robbie-Livekonzert in Festival-Atmosphäre 1800 geladene Gäste, darunter die Schauspieler Mads Mikkelsen, Marie Bäumer, Hannes Jaenicke, Nicolette Krebitz und Hans Sigl, Constantin-Film-Geschäftsführer Oliver Berben und Ehefrau Katrin und viele, viele mehr. Tja, wenn Robbie ruft, kommen alle. Oder fast, denn auch hier begehrt nur Einlass, wer es vorher durch viele Akkreditierungs-Instanzen geschafft hat. Da ist sein Management ganz streng.

 

Text: Daniela Schwan

Fotos: Klaus Weißenberg, Gisela Schober & Lennart Preiss/Getty Images for Marc O'Polo


Martin Feifel:

"Ich kann auch ein Guter sein" (29.6.2017)
  • Hier als "good Cop" in der 8-teiligen Mini-Serie "Das Verschwinden" mit Julia Jentsch. Foto: ARD Degeto/BR/SWR/NDR/23/5 Filmproduktion/Yoshi Heimrath
  • Hier als "good Cop" in der 8-teiligen Mini-Serie "Das Verschwinden" mit Julia Jentsch. Foto: ARD Degeto/BR/SWR/NDR/23/5 Filmproduktion/Yoshi Heimrath
  • Martin Feifel, ein Charakter-Darsteller, der sich bei Presseterminen lieber im Hintergrund hält
  • Impressionen vom Get-together der ARD Degeto im Kaisergarten. Fotos: Addison Foto Presse Agentur
  • Impressionen vom Get-together der ARD Degeto im Kaisergarten. Fotos: Addison Foto Presse Agentur
  • Impressionen vom Get-together der ARD Degeto im Kaisergarten. Fotos: Addison Foto Presse Agentur
  • Impressionen vom Get-together der ARD Degeto im Kaisergarten. Fotos: Addison Foto Presse Agentur
  • Impressionen vom Get-together der ARD Degeto im Kaisergarten. Fotos: Addison Foto Presse Agentur
  • Impressionen vom Get-together der ARD Degeto im Kaisergarten. Fotos: Addison Foto Presse Agentur
  • Impressionen vom Get-together der ARD Degeto im Kaisergarten. Fotos: Addison Foto Presse Agentur

Wie verbringt ein waschechter Münchner den Sommer in der City? 

Martin Feifel: Ich hoffe, dass ich drehen kann, das ergibt sich oft ganz schnell. Urlaub ist schon seit vier Jahren nicht drin, ich schaue lieber, dass ich im Sommer arbeiten kann.  Im Winter findet fast nichts statt. Insofern hoffe ich, dass sich da noch was tut. Ansonsten findet man mich bei schönem Wetter im nördlichen Teil des Englischen Gartens an der Isar, da ist es nicht so voll und irgendwie noch natürlicher. Manchmal grillen wir auch dort, aber pssst, nicht weitersagen...

Wir lesen gerade den Alpenkrimi von Jörg Maurer "Im Grab schaust Du nach oben", Kommissar Jennerweins 9. Fall … sagt Ihnen das was?

Martin Feifel: Mei, das stimmt mich traurig! Ich habe ja vor drei Jahren im Pilotfilm "Föhnlage" nach dem ersten Krimi von Jörg Mauer den Jennerwein gespielt, das war eine Rolle so ganz nach meinem Geschmack! Die Bücher des Garmischer Autors Jörg Maurer sind ein bisschen schräg und eine Mischung aus Intellekt und schwarzem Humor. Das Ganze sollte eine Oberbayern-Krimi-Reihe werden, ging aber dann nicht weiter, das war alles ein bisschen rätselhaft. Ich hoffe jedenfalls noch immer, dass da der Zug noch nicht abgefahren ist.

Meistens sieht man Sie als Bösewicht.

Martin Feifel: Seufzt. Ich habe viele gespielt, ja, hauptsächlich! Bösewichte oder Verdächtige, Abgestürzte, verhaute Typen, wie man in Bayern sagt. Und bin jetzt ganz froh, dass ich im neuen 8-Teiler "Verschwinden" mal einen Guten spielen darf! Was aber gar nicht so einfach war, es gibt zwei Kommissare, good cop, bad cop, und natürlich stand erst mal im Raum, dass ich den Bösen spielen soll. Wir haben viele Castings gemacht, und ich sagte: "Ich würde so gerne mal einen guten Menschen spielen, das habe ich ganz selten". Auf diese Aufgabe freue ich mich jetzt sehr, denn ich kann auch ein Guter sein. Lacht.

 

Interview: Daniela Schwan

 


UMFRAGE:

Münchner Promi-Paare verraten ihr Beziehungsgeheimnis

(01.06.2017)

Nichts ist so schön und auch so rätselhaft wie die Liebe. Beziehungen muten bisweilen wie ein Mysterium an, manche Paare scheinen das ewige Glück gepachtet zu haben, andere trennen sich ratzfatz, wenn’s kriselt. Promi-Paare scheinen es noch ein bisschen schwerer zu haben als "Normalos", denn das Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit inklusive Gerüchteküche halten mitunter Einzug ins Privatleben. Wir fühlten Promis auf den Zahn und fragten sie, wie es ihnen gelingt, trotz allem eine glückliche Partnerschaft zu führen.

Filmfest 2016, Foto: Martin Schmitz


Foto: privat

Foto: privat

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Foto: Klaus Weißenberg


Berufswunsch: Menschen unterhalten

Interview mit Kabarettistin und Schauspielerin Karin Engelhard (10.05.2017)

engel1

Als "Sue Ellen" aus der Achtzigerjahre Kultserie "Dallas"

engel02

Ausgeflippt als 80er-Jahre-Girlie


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