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Vroni von Quast:

Zu Gast bei einer (farben-)frohen Frau (28.04.2017)

v01 Wohnzimmer: Herr Bozzi darf sogar auf die Couch

"Herr Bozzi" steht bereits erwartungsvoll an der Tür: Der Hundemischling, benannt nach der Fantasy-Komödie mit Peter Ustinov "Der Hund, der Herr Bozzi hieß",  hat uns seit unserem letzten Besuch vor ein paar Jahren sofort wiedererkannt. Sein Frauchen - die perfekte Gastgeberin: Tee, Kaffee, Kuchen...? Wir entscheiden uns für Ingwertee, auch ihre Lieblingsmarke. Lecker. Kredenzen wird sie ihn in der türkisfarbenen Küche.

Sogar Toaster und Thermoskanne bestechen im selben Aquaton. Die mitgebrachten Blümchen verstaut sie lächelnd in einer Vase und deutet sogleich auf die farbige Pracht auf dem Balkon: "Schaut mal, meine Oase, alles selbstgepflanzt", verrät die leidenschaftliche Hobbygärtnerin.

v02Flur: Die Schauspielerin sammelt Taschen
v02Schlafzimmer: Ein Hauch von Orient in Gewürzfarben
v02Balkon: "Meine Oase, hier lerne ich auch Drehbücher"
Ebenso wenig klagt sie übers Alter, das sie hin und wieder in den Knochen spürt. "Ich bin ein zufriedener Mensch, das ist das Allerwichtigste", sagt sie ehrlich. "Ich habe eine wunderbare Familie, einen guten Freundeskreis." Und: "Ich darf nach wie vor interessante Sachen machen. Meine Kreativität ist noch lange nicht zu Ende", betont sie, die "Rampenschlamp ", wie sie sich gern selbst bezeichnet. Und da sie davon überzeugt ist, dass "lustige alte Schachteln immer gebraucht werden", dürfen sich ihre Fans noch auf viele Auftritte freuen. Die Begegnung mit Menschen, vor allem jüngeren, bedeutet ihr selber viel. "Ich bin wahnsinnig gern mit jungen Leuten zusammen und finde den Austausch mit ihnen spannend. Ich interessiere mich für deren Belange, deren Musik und Mode." Das wiederum hält sie ebenfalls jung. Und bodenständig. Ihre Wünsche an die Zukunft: Theater spielen und Konzerte geben, schöne Reisen machen, viel mit der Familie unternehmen, ab und zu Freunde einladen. Hauptsache, diese Zeit so lange wie möglich genießen und bis ins hohe Alter jung bleiben – denn danach: "Naa, ich glaube nicht ans Weiterleben, ist doch alles Humbug", erklärt sie kategorisch. Und wenn es mal "soweit" ist, will sie sich verbrennen lassen – in einer "Kristallbestattung". Für jeden ihrer Lieben soll dann "ein Brilli" mit ihrer Asche als Schmuck für die Ewigkeit entstehen. Eine schöne Idee einer liebenswerten Persönlichkeit, die eine einfache, aber effektvolle Lebensregel beherzigt: Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu.

 

Interview: Daniela Schwan
Fotos: Klaus Weißenberg