SUPERSTAR GAZEBO IM EXKLUSIV-INTERVIEW

"Erfolg ist ein großer Zufall der richtigen Lieder, richtigen Leute und richtigem Timing"

Hallo Gazebo, wie fühlt man sich als Weltstar?

Gazebo: Also, es war sicher ein großer Spaß damals in den Achtzigern, besonders, wenn du 20 bist und deine Träume anscheinend in Erfüllung gehen. Ich betrachte Erfolg immer als großen Zufall von richtigen Liedern, richtigen Leuten und richtigem Timing. Eine Sache des Glücks!

Haben Sie in Ihren Anfängen damit gerechnet, jemals so berühmt zu werden?

Gazebo: Ich habe noch nicht einmal daran gedacht, überhaupt erfolgreich zu werden, das war für mich irgendwie ganz weit weg. Mein einziger Traum war es, Musiker zu werden und davon zu leben.

Können Sie denn unerkannt ausgehen?

Gazebo: Ich lebe ja inzwischen in Rom. Dort hat man schon eine Menge VIPs gesehen und sieht sie noch. Die Einwohner sind inzwischen daran gewöhnt und lassen sich nicht anmerken, ob sie einen erkennen oder nicht. Deshalb weiß ich es ehrlich gesagt gar nicht. Lacht.

Was bedeutet denn Gazebo, und wie entstand das Pseudonym überhaupt?

Gazebo: Ich habe es aus meinem Songtext zu "Masterpiece" genommen, meiner ersten Single: "...Talking of cinema in the gazebo", was man mit "Pavillon" übersetzen könnte. Unser Studio war damals neben einem Theater untergebracht, das eine Adaption der Kinokomödie "The Gazebo" ankündigte. Als ich den Namen immer am Haupteingang las, hatte ich dann die Idee, Gazebo als Künstlernamen auszuprobieren.

Wie kamen Ihre Evergreens "I Like Chopin" und "Lunatic", übrigens unser Lieblingssong, zustande?

Gazebo: Die Melodie ist natürlich nicht von Chopin. Lacht. Und was den Songtext betrifft, er soll eine Atmosphäre, eine Stimmung wecken. Ich wollte Chopin und seine Geliebte George Sand zeichnen, eine starke, leidenschaftliche Dame und berühmte Schriftstellerin jener Zeit. Sie gehen in einem Park spazieren, wie in einer Malerei von Renoir. Sie waren zwar verschieden, aber ihre Liebe war so intensiv und wahr. "Lunatic", also der Wahnsinnige, handelt von jenen Künstlern und Genies, die fernab jeder Alltagsrealität leben, ein bisschen wie im Gedicht "Der Albatros" von Charles Baudelaire. In der Luft ist der große Vogel so majestätisch und beim Landen so ungeschickt ...

Rückblickend – was waren die Highlights Ihrer langen Karriere?

Gazebo: Am Anfang vor allem "Masterpiece", das in einem kleinen Studio mit sehr niedrigem Budget aufgenommen und dann ein großer Erfolg in der Klubszene wurde. Dann natürlich "I like Chopin" mit zwölf Millionen Kopien weltweit. Darüber hinaus habe ich das Lied "Dolce Vita" geschrieben, das Ryan Paris sang und 1983 ein Hit wurde. Hinzu kamen "The Rainbow Tales", und nach einer Unterbrechung in den 90er-Jahren kam ich dann schließlich Anfang 2000 mit verschiedenen Shows zurück, 2009 "The Syndrone", 2013 die CDs "I like... Live!" und 2015 das Album "Reset". Gerade arbeite ich an einem neuen Projekt für den Herbst.

Wie oft sind Sie heute noch auf Tour?

Gazebo: Ich gebe viele Shows auf der ganzen Welt, meistens bin ich bei 80er-Jahre-Festivals dabei und trete auch in vielen Clubs auf. Ich mische dabei gern meine Klassiker aus den 80ern mit meinen neuesten Liedern.

Was geben Sie jungen Musikern mit auf den Weg?

Gazebo: Niemals aufzugeben. Wenn du es am wenigsten erwartest, können sich Dinge zum Positiven wandeln. Außerdem lohnt es sich immer, Musik zu machen, schon für dich selbst. Das ist nie eine verlorene Zeit.

Sind Sie selbst eigentlich vor Ihren Auftritten noch nervös?

Gazebo: Natürlich. Es wäre ja wohl ungewöhnlich und seltsam, wenn ich nicht nervös wäre. Smilt.

Was vor allem Ihre weiblichen Fans interessieren wird: Gibt es eine Frau in Ihrem Leben?

Gazebo: Ich bin glücklich mit meiner Maria, und das schon seit 1988. Sie hat auch Verständnis für den "speziellen Aspekt", mit einem Musiker zusammenzuleben. Wir haben zwei Kinder, Gabriel, 27, und Eva, 22, die in Frankreich und England leben. Ich wünsche mir, dass sie glücklich sind und ihre Ziele verwirklichen.

Ihr Wunsch für die Zukunft?

Gazebo: Ich hab mein Bestes getan, um meinen Kindern all das zu geben, was ich kann. Und bis heute bin ich glücklich, weil sie die besten Kinder sind, von denen ich immer geträumt habe ...

 

Interview: Daniela Schwan
Fotos: Klaus Weißenberg

 


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